St. Georgen bei Pressburg / Svätý Jur / Pozsonyszentgyörgy

 

Mesto Svätý Jur

Info:
Rathaus St. Georgen/Mestský úrad Svätý Jur, Prostredná 29 
Tourist Info/Informačné turistické centrum, Horné Predmestie 64 (unterhalb der St. Georgskirche)
Kleinkarpaten-Museum in Bösing/Malokarpatské múzeum v Pezinku
 
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Nach dem Tatareneinfall 1241 wurden hier deutsche Kolonisten angesiedelt und die Burg Weißenstein (Biely Kameň) gebaut. Die Stadt entwickelte sich danach als eine Siedlung unter der Burg. 1647 wurde die Stadt zur königlichen Freistadt erhoben.
 
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Die Geschichte des Städtchens Sankt Georgen/Svätý Jur reicht in die ferne Vergangenheit. Archäologische Funde datieren den Beginn der Besiedlung von Sankt Georgen an den Anfang des 4. Jahrtausends vor Christi. Zu dieser Zeit wurde das Gebiet des Urwaldes "Sur" von Menschen der jüngeren Steinzeit besiedelt. Die Besiedlung ging auch über weitere Jahrhunderte weiter. Dies wird durch Funde aus der mittleren Bronzezeit und der älteren Eisenzeit bewiesen. Die Entstehung einer mächtigen Burgstätte, welche zu einem wichtigen Stützpunkt auf dem Gebiet des Großmährischen Reiches wurde, lässt eine dauerhafte Besiedlung des hiesigen Gebiets vermuten. Das älteste sich auf Sankt Georgen beziehende Schriftdenkmal ist eine Donationsurkunde aus dem Jahr 1209. Der ungarische König András/Ondrej II. hat dem königlichen Obermundschenk Sebes das Herrengut namens Sankt Georgen zusammen mit vier weiteren Dörfern geschenkt. Sankt Georgen gelangte in das Eigentum der Sankt Georgener Magnaten für über 300 Jahre. In den Jahren 1598 bis 1602 hat die Stadt das Recht einer freien königlichen Stadt erhalten. Aus dem Jahr 1615 stammt ein Privilegium von Mátyás/Matej II., in welchem der Stadt die erworbenen Sonderrechte bestätigt werden (volle Jurisdiktion mit dem Schwertrecht, das Recht der freien Wahl des Bürgermeisters, der Geschworenen und des Peregmeisters, das Weinstockrecht, das Marktrecht und das Recht, Statute zu erlassen). In der bewegten Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts erlebte die Stadt Sankt Georgen ihre "Goldene Ära" dank dem Sankt-Georgs-Wein, welcher als der beste der ganzen Umgebung galt. Er wurde nach Mähren, Polen, Schlesien und Böhmen exportiert.

Die Bürger der Stadt Sankt Georgen wurden während der langen Jahrhunderte von vielen Kriegen und Naturkatastrophen heimgesucht. Die Stadt war oftmals beinahe dem Erdboden gleichgemacht, aber die unnachgiebigen Sanktgeorgner haben sie aber immer neu errichtet.

Sankt Georgen wird von der Kirche des heiligen Georg aus dem 13. Jahrhundert dominiert. Es ist ein gotischer Bau ohne Kirchturm mit vielen Kulturdenkmälern, wie zum Beispiel dem Altar des heiligen Georg aus weißem Sandstein (1527), dem Fresko eines Heiligen (14. Jahrhundert), dem gotischen Pastoforium (Sakramentshäuschen aus dem 15. Jahrhundert), dem gotischen Marmorgrabstein des Grafen Georg (1467) und dem Renaissance-Sarkophag des Grafen Kaspar aus Sered (1550).

Zu den weiteren bedeutsamen Denkmälern von Sankt Georgen zählen die in den Jahren 1651-1654 erbaute Dreifaltigkeitskirche, das von der Zeit nach 1720 stammende Piaristenkloster mit dem namhaften Gymnasium, an welchem viele bekannte Persönlichkeiten studierten, mehrere Kurien von Adeligen (Palffy, Zichy, Armbruster), eine Synagoge aus dem Jahr 1790, die Burg Weißenstein aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, eine evangelische Kirche, die im Jahr 1783 durch einen Umbau eines Bürgerhauses der Familie Segner errichtet worden ist und viele andere.

Die Häuser in historischen Stadtkern rund um den Hauptplatz und in den umliegenden Strassen haben hochgelegene Wohnungen mit kleinen Fenstern - typische Bauformen deutscher Kolonisten, von denen es in der Slowakei nur noch wenige gibt. Sie stammen aus dem 16.-17. Jahrhundert, meistens wurde bei ihrem Bau altes, aus dem 15. Jahrhundert stammendes gotisches Mauerwerk mitbenutzt. Die ganze Stadt ist von Weingärten umgeben, an manchen Stellen noch mit aus alten Zeiten stammenden Steinstützmauern, welche Sankt Georgen einen besonders malerischen Anblick verleihen.

Ein bedeutsames Denkmal ist auch die zum Teil erhaltene historische Stadtbefestigung mit Basteien und zwei kleinen Seitentoren mit Ausgängen in die Weingärten. Die Stadtbefestigung wurde in den Jahren 1603-1664 errichtet und blieb an zwei Seiten der Stadt erhalten.

Unter Berücksichtigung aller dieser Tatsachen und aufgrund der historischen Denkmäler und des Stadtkerns, der ohne größere Eingriffe in die ursprüngliche Bausubstanz erhalten blieb, wurde die Stadt Sankt Georgen im Jahr 1990 unter Denkmalschutz gestellt.

Mgr. Beata Vlasakova, Frantiska Hlavacikova, Museum von Sankt Georgen.

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http://www.nestich.sk/?svatyjur=pamiatky-velkomoravske-hradisko-kostol-svateho-juraja-hrad-bielykamen

(Übers.:)

St. Georgskirche, Presbyterium:

St.-Georgsaltar - ist aus einem Stück aus weißem Sandstein gehauen. Datiert von Beginn des 16. Jahrhundert, der Bildhauer soll aus Wien stammen. Der Altar ist in 8 vollplastische Reliefs unterteilt. Zwei zeigen Szenen aus dem Leben Jesu Christi (Geburt und Flucht nach Ägypten) und die restlichen 6 zeigen Leben, Folter und Tod des Hl. Georg. Das Hauptrelief zeigt St. Georg als Drachentöter. Neben den Reliefs befinden sich auf dem Altar 5 Skulpturen - der Erzengel Michael (mit Gewichten), die Hl. Barbara (mit Turm), die Hl. Katharina, der. Hl. Christoph (mit Stock) und der Hl. Leopold (mit der Kirche).

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Weitere Bilder hier: http://www.rzfoto.sk/svatyjur/
 
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Szentgyörgyi és Bazini címer.jpgSzentgyörgyi és Bazini.jpg

Gróf Szentgyörgyi és Bazini János és Zsigmond 1459. június 19-én Bécsben III. Frigyes császártól kapott címert. / Wappen der Grafen Johann und Sigismund von Sankt-Georgen und Bösing mit Kaiserkrone, sechszackigem Stern und Pfauenfedern; verliehen von Kaiser Friedrich III. am 19. Juni 1459. Im zweiten Wappen zusätzlich links und rechts oben: Kanne und Greif, die Embleme des arragonesischen Kannen- und Greifenordens; vgl. dazu: Der aragonesische Kannenorden und Hye, Zeugnisse der spanischen Reiterorden in Österreich und den Nachbarländern.

 
Szentgyörgyi és Bazini György gróf síremléke, 1467, vörösmárvány, 280 x 143 cm; Római kat. templom, Pozsonyszentgyörgy / Grabplatte von Graf Georg von Sankt-Georgen und Bösing, 1467, in der röm.-kath. Pfarrkirche von Sankt Georgen bei Pressburg
 
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Prostredná (Mittlere Straße) 48

MO-FR 17-21 SA 10-21 SO 13-19

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Prostredná 29, 90021 Svätý Jur

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