"Echte" und "unechte" Ritterorden

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Die "echten" Ritterorden unterteilen sich in rein kirchliche (Souveräner Malteser-Ritterorden, Orden der Ritter vom Hl. Grab, franz. Marienritterorden, (neuer) Tempelritterorden, Sternkreuzorden), sowie weltliche (Orden vom Goldenen Vließ, Orden der vier römischen Kaiser auch alter Georgsorden genannt, Georgsritter von Millstatt, rumänischer Drachenorden, ungarischer Georgsritterorden. 

Bei den kirchlichen Ritterorden sind ausschließlich Kardinäle Großmeister. Die Ritter selbst stammen selten aus Adelskreisen, sondern überwiegend aus Akademikerkreisen, hoher Beamtenschaft und katholischen konservativen alten Patrizier- und Bürgersfamilien.

Bei den weltlichen Ritterorden sind entweder Habsburger, Wittelsbacher oder vergleichbarer Familien, ihre Nachfolger oder sonstige direkte Verwandte Groß- bzw. Hochmeister (Liechtenstein, Meran, Hohenberg etc.)
Die Ritter selbst stammen vielfach aus Hochadel und Adel, aber auch aus Akademikerkreisen, hoher Beamtenschaft und christlich-konservativ orientierten alten Patrizier- und Bürgerfamilien. 

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Viele sog. Ritterorden (z.b. Europ. Weinritterorden, Salzbg. Rupertusritter, Mauterndorfer Ritterschaft, Europ. Georgsritterorden, div. nichtkirchliche Templerorden u.v.A.) nennen sich zwar so, sind jedoch lediglich eingetragene Vereine (e.V.) und setzen entweder eine unterbrochene historische Tradition fort, oder sind überhaupt Neugründungen durch einen nichtsouveränen Staatsbürger - dazu gehören heute freilich auch die abgesetzten gekrönten Häupter von früher! Man kann also eine gewisse Legitimität und Sukzession eines weltlichen Ritterordens auch dann akzeptieren, wenn der Orden eine ununterbrochene Tradition bis ans Ende der jeweiligen Monarchie besitzt und zumindest von einem Adeligen oder Erzbischof geleitet wird.